Für dann

„Du merkst dir viel.“
„Als ob ich das kontrollieren könnte.“
„Hast du keine Filter?“
„Merken ist mein Filter.“
„Damit lässt du alles in dich rein.“
„Nur einen Teil. Ich merk‘ mir das nur. Ganz neutral.“
„Merkst du dir auch, was du spürst?“
„Das sind komplett unterschiedliche Welten.“
„Was ist der Unterschied?“
„Spüren ist. Merken bleibt.“
„Bei dir klingt es eher nach: Merken ist. Spüren bleibt.“
„Das geht einfach selten gleichzeitig.“
„Du hebst dir das Spüren für später auf.“
„Hm.“
„Für dann, wenn dich niemand dabei stört.“
„Kann sein.“
„Du merkst dir den ganzen Nonsens, damit du ein Gefühl darin aufheben kannst, das nicht dazu passt.“
„Hauptsache es ist drin.“
„Wie kriegst du es da wieder raus?“
„Ich kenn‘ mich da schon aus.“
„Du lebst in der Vergangenheit.“
„Nein, ich merk‘ mir doch dauernd was Neues.“
„Das was du spürst muss irgendwann mal raus aus deiner Erinnerung.“
„Klar, wenn’s passt.“
„Das klingt, als würdest du auf ein Déjà-vu warten.“
„Eher auf nen Traum.“
„Da bist du also: zwischen Traum und Déjà-vu.“
„Wenn man’s so sieht.“
„So kannst du’s dir merken.“
„Ja, für später.“

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