Das ist was Gutes

„Ich will dich wirklich ins Vertrauen ziehen.“
„Ins Vertrauen ziehen? Das klingt, als wäre dein Vertrauen ein Abgrund. Als wäre es ein Ort, an dem niemand freiwillig sein will.“
„Das war‘ nicht bös‘ gemeint. Das sagt man doch so.“
„Hast du auch eigene Worte dafür?“
„Klar, die schwimmen da mit. Die sind da als Ton mit drin.“
„Was meinst du mit „da“?“
„Vertrauen.“
„Ich hör‘ nur ne Worthülse.“
„Die ist voll die Hülse. Prallvoll.“
„Das klingt, als wäre es eine Waffe, die du auf mich richten willst.“
„Nein, Nein. Das ist was Gutes.“
„Das hört sich aber nicht so an.“

„Bist du jetzt beleidigt?“
„Nein, Nein.“

„Aber sagen willst du auch nichts mehr, hm?“
„Ich weiß nicht.“
„Das bist du.“
„Was?“
„Wenn du: ‚Ich weiß nicht‘ sagst, glaub‘ ich dir sofort.“
„Aber das ist doch was komplett anderes.“
„Aber dabei bist du dir sicher.“
„Ja, ich glaube, da ist das ganze Vertrauen.“
„Im: ‚Ich weiß nicht‘?“
„Ja.“
„Da hast du’s also hingezerrt.“
„Das klingt so brutal.“
„Genauso wolltest du das mit mir auch machen.“
„Nein, Nein. So doch nicht.“
„Also doch nicht ins Vertrauen ziehen?“
„Nein.“
„Danke.“

„Ich zeig’s dir einfach, ok?“
„Ok.“

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